FOTAS DTS 4 km CH1 - verteilte Temperaturmessung für Brandfrüherkennung und Anlagenüberwachung
Das FOTAS DTS 4 km CH1 ist ein faseroptisches System für Distributed Temperature Sensing (DTS). Es erfasst Temperaturverläufe entlang eines Sensorkabels räumlich aufgelöst und eignet sich damit für die kontinuierliche thermische Überwachung ausgedehnter Anlagen und Infrastrukturen.
Die angebotene CH1-Ausführung ist für eine Konfiguration mit einen Messkanaln vorgesehen. Das offizielle FOTAS-Datenblatt führt für die 4-km-Variante Reichweiten von bis zu 4 km je Kanal sowie Gerätevarianten mit einem, zwei oder vier Kanälen auf. Dadurch lassen sich mehrere Überwachungsbereiche von einer zentralen Einheit aus erfassen.
So funktioniert Distributed Temperature Sensing
Das DTS-Gerät sendet Laserlicht mit 1.550 nm in eine multimodale Glasfaser. Aus dem temperaturabhängigen rückgestreuten Licht ermittelt das System fortlaufend Temperaturwerte entlang der gesamten Messstrecke. Auf diese Weise wird das Sensorkabel zu einem linienförmigen Temperatursensor mit einem Abtastintervall von 1 m.
Für die 4-km-Ausführung nennt der Hersteller eine Temperaturauflösung von 0,1 °C bei 10 Sekunden Messzeit und eine Temperaturgenauigkeit von ±1 °C. Ein Faserbruch wird automatisch erkannt und mit einer Genauigkeit von weniger als ±5 m lokalisiert.
Ihre Vorteile auf einen Blick
- Verteilte Messung: Temperaturdaten entlang der gesamten Glasfaser statt nur an einzelnen Messpunkten
- Große Reichweite: bis zu 4 km je Kanal
- Einkanal-Konfiguration: mehrere Messstrecken oder Anlagenbereiche zentral überwachen
- Genaue Lokalisierung: 1 m Abtastintervall und automatische Faserbruchmeldung
- Systemintegration: Modbus TCP, Modbus RTU, Relais, Ethernet und serielle Schnittstellen
- Flexible Alarmierung: Grenzwert-, Minimum-, Temperaturanstiegs- und Abweichungsalarme
Typische Einsatzbereiche
- Lineare Brandfrüherkennung in Straßen-, Bahn- und Versorgungstunneln
- Thermische Überwachung von Energie- und Leistungskabeln
- Temperaturüberwachung in Industrieanlagen, Lagern und Rechenzentren
- Erkennung thermischer Auffälligkeiten entlang von Rohrleitungen und technischen Trassen
- Zonenbasierte Überwachung komplexer Infrastrukturprojekte
Technische Highlights
| Artikelnummer / Ausführung | DTS-CH1-04KM / CH1 |
|---|---|
| Sensortechnologie | Distributed Temperature Sensing (DTS) |
| Reichweite | Bis zu 4 km je Kanal |
| Kanaloptionen laut Hersteller | 1 / 2 / 4; Shopausführung CH1 |
| Abtastintervall | 1 m |
| Temperaturauflösung bei 4 km | 0,1 °C bei 10 s |
| Temperaturgenauigkeit | ±1 °C |
| Messzeit | Typisch ca. 5 s bei linearen Wärmeanwendungen (Herstellerangabe mit Bezug auf EN 54-22) |
| Faserbruchalarm | Automatische Erkennung, Ortungsgenauigkeit < ±5 m |
| Messbarer Temperaturbereich | -220 bis +800 °C, abhängig vom eingesetzten faseroptischen Sensorkabel |
Optische, elektrische und mechanische Daten
| Laserwellenlänge | 1.550 nm |
|---|---|
| Optisches Budget | 10 dB |
| Anschluss / Fasertyp | E2000 / Multimode 62,5/125 |
| Lasersicherheitsklasse | Klasse 1 |
| Versorgung / Leistungsaufnahme | 24 V DC / maximal 85 W |
| Bauform / Schutzart | 3 HE / IP40 |
| Abmessungen (B × H × T) | 485 × 133 × 509 mm |
| Nettogewicht | 10 kg |
| Gehäuse | Lackierter verzinkter Stahl, mattschwarz |
Schnittstellen, Alarmierung und Software
- 48 NO/NC-Relaiskontakte
- Modbus TCP und Modbus RTU
- 1 × RJ45 mit 100 Mbit/s
- 1 × RS-485, 1 × RS-232 und 1 × USB
- 7-Zoll-Touchscreen mit 1.024 × 600 Pixeln
- Interner Speicher für mehr als 500.000 Messungen bei 10 km (Hersteller-Benchmark)
- FOTAS Web mit bis zu 1.000 Zonen und Alarmen für Maximum, Minimum, Anstiegsrate und Abweichung
Umgebungsbedingungen
| Betriebstemperatur | -10 bis +55 °C |
|---|---|
| Betriebsfeuchte | 0 bis 95 % r. F. |
| Lagertemperatur | -10 bis +85 °C |
| Lagerfeuchte | 0 bis 95 % r. F., nicht kondensierend |
DTS-System für Ihr Projekt auslegen
Für eine belastbare Systemauswahl müssen Reichweite, Anzahl und Führung der Messkanäle, Sensorkabel, Temperaturbereich, Alarmzonen sowie die Einbindung in Brandmelde-, Leit- oder Automatisierungssysteme gemeinsam betrachtet werden.
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