LWL-Messtechnik und Prüfgeräte für Glasfasernetze

Aktuell finden Sie in dieser Kategorie OTDR-Vorlauffaserboxen für Singlemode- und Multimode-Messaufbauten in unterschiedlichen Faserlängen und Anschlusskombinationen. Gleichen Sie Fasertyp, Länge, Steckverbinder, Politur und Anschlussausführung mit Messgerät und Messstrecke ab. Bei Auswahlunsicherheit können Sie die technische Auswahl mit Abatec abstimmen.

LWL-Messtechnik passend zur Messaufgabe auswählen

Mess- und Prüfverfahren liefern unterschiedliche Aussagen. Entscheidend ist deshalb zuerst die Messaufgabe und danach die dazu passende Geräte- und Zubehörkombination. Die aktuell angebotenen OTDR-Vorlauffaserboxen unterstützen den Aufbau einer OTDR-Messung; sie ersetzen kein Messgerät.

OTDR-Messung

Ein OTDR wertet die Rückstreuung entlang einer Faserstrecke aus. Dadurch lassen sich Ereignisse und Auffälligkeiten streckenbezogen analysieren und lokalisieren. Messbereich, Wellenlänge, Parameter und Zubehör müssen zur Strecke passen.

OTDR-Messgeräte und Geräteauswahl einordnen

Dämpfungsmessung

Eine Dämpfungsmessung bewertet die Einfügedämpfung beziehungsweise den Gesamtverlust einer Verbindung. Sie beantwortet damit eine andere Frage als die streckenbezogene Ereignisanalyse mit einem OTDR.

Dämpfungsmesssets fachlich einordnen

Sichtprüfung mit VFL

Eine Rotlichtquelle beziehungsweise ein Visual Fault Locator kann bei einer einfachen Durchgangskontrolle und sichtbaren Fehlersuche unterstützen. Das Verfahren ersetzt weder eine Dämpfungs- noch eine OTDR-Messung.

Steckerinspektion

Die Inspektion macht den Zustand zugänglicher Faserendflächen sichtbar und unterstützt die Kontrolle auf Verschmutzung oder Beschädigung. Sie ergänzt die optische Messung, liefert aber keinen Dämpfungs- oder Streckenwert.

Vorlauf- und Nachlauffaser im OTDR-Messaufbau

Eine Vorlauffaser schafft eine definierte Faserstrecke zwischen OTDR und erster Verbindung der Messstrecke. Eine Nachlauffaser wird am entfernten Streckenende eingesetzt, wenn auch der letzte Anschluss im Messaufbau beurteilt werden soll. Ob beide benötigt werden und welche Ausführung passt, hängt von Messziel, Gerät, Strecke und Messparametern ab.

OTDR-Vorlauffaserbox passend auswählen

Vergleichen Sie nicht nur die Steckerbezeichnung. Die Box muss als Teil des gesamten Messaufbaus zu Messgerät, Messstrecke und vorgesehener Auswertung passen.

  • Singlemode oder MultimodeÜbertragungsart und Faserausführung der Messstrecke mit Gerät und Vorlauffaser abgleichen.
  • FasertypDie konkrete Faserspezifikation der Box mit der Messaufgabe und der zu prüfenden Strecke vergleichen.
  • FaserlängeDie Länge nicht pauschal wählen, sondern anhand von Messgerät, Messparametern, Strecke und gewünschter Ereignisbewertung festlegen.
  • SteckertypSC, LC oder FC sowie die Anschlüsse auf Geräte- und Streckenseite vollständig abgleichen.
  • UPC oder APCPolitur von Stecker, Kupplung und Gegenstelle beachten. UPC und APC sind unterschiedliche Anschlussausführungen und dürfen nicht allein anhand der Steckerform gleichgesetzt werden.
  • Durchgangs- oder AdaptertypDie Anschlussausführung anhand der Produktdetails und des vorgesehenen Handlings im Messaufbau auswählen.
  • AnschlusskombinationBeide Seiten der Box getrennt prüfen; identische und gemischte Steckerkombinationen erfüllen unterschiedliche Anschlussanforderungen.
  • KompatibilitätMesswellenlänge, Geräteschnittstelle, Messkabel, Kupplungen und Messstrecke als zusammenhängendes System betrachten.

Technische Auswahl abstimmen

Wenn Fasertyp, Länge, Anschlusskombination oder Messaufbau noch nicht eindeutig feststehen, senden Sie die bekannten technischen Eckdaten. Abatec beschreibt auf den Fachseiten langjährige Erfahrung aus dem Feldeinsatz mit eigener Messtechnik und kann die Auswahl projektbezogen einordnen.

Häufige Fragen zu OTDR-Messtechnik und Vorlauffasern

Welche LWL-Messtechnik wird für eine OTDR-Messung benötigt?

Benötigt werden ein zur Faser und Messaufgabe passendes OTDR sowie geeignete Anschluss- und Messhilfen. Je nach Messziel gehören dazu Vorlauf- und gegebenenfalls Nachlauffaser. Geräteeinstellung, Messwellenlänge und Steckerschnittstellen müssen zum Aufbau passen.

Wozu dient eine OTDR-Vorlauffaser?

Sie legt eine definierte Faserstrecke zwischen OTDR und dem ersten Anschluss der Messstrecke. Dadurch kann der Anfangsbereich des Aufbaus in die streckenbezogene Auswertung einbezogen werden. Die geeignete Länge hängt vom konkreten Messaufbau ab.

Welche Vorlauffaser passt zu Singlemode oder Multimode?

Die Vorlauffaser muss hinsichtlich Übertragungsart und konkretem Fasertyp zur Messaufgabe passen. Zusätzlich sind Messwellenlänge, Gerät, Steckverbinder und die zu prüfende Strecke abzugleichen.

Was ist der Unterschied zwischen UPC und APC?

UPC und APC bezeichnen unterschiedliche Politurgeometrien der Steckerstirnfläche. Stecker, Kupplung und Gegenstelle müssen passend ausgewählt werden; die gleiche äußere Steckerbauform allein reicht für die Kompatibilitätsprüfung nicht aus.

Wann werden Vorlauf- und Nachlauffaser benötigt?

Die Vorlauffaser liegt vor der Messstrecke. Eine Nachlauffaser wird am entfernten Ende ergänzt, wenn der letzte Anschluss in den Messaufbau einbezogen werden soll. Ob beide erforderlich sind, richtet sich nach Messziel und projektbezogener Vorgabe.

Ersetzt eine OTDR-Messung die Dämpfungsmessung?

Nein. Die OTDR-Messung analysiert Ereignisse entlang der Strecke; die Dämpfungsmessung bewertet den Gesamtverlust beziehungsweise die Einfügedämpfung einer Verbindung. Welche Verfahren benötigt werden, hängt von der gewünschten Aussage ab.