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FOTAS | Thermische Verlaufsanalyse

DTGS für thermische Trends und Gradienten

Nicht nur Temperaturwerte betrachten, sondern erkennen, wie sich thermisches Verhalten über Zeit und Strecke verändert – als analytische Grundlage für zustandsorientierte Entscheidungen.

FOTAS-DTGS-System mit Beispielen für Kabel, Verbindung, Batteriespeicher und Fördertechnik
DatengrundlageOrtsaufgelöste Temperaturinformationen entlang der Faser
Typische FrageWie verändert sich das thermische Verhalten hier über Zeit und Strecke?
Passend fürEnergiekabel, Pipelines, Speicher, Verbindungen und mechanisch beanspruchte Systeme

Grundlagen

Was ist FOTAS DTGS?

FOTAS beschreibt DTGS als Distributed Thermal Gradient Sensing. Die Technologie nutzt temperaturabhängige Raman-Rückstreuinformationen und betrachtet die Daten als räumlichen und zeitlichen Verlauf. Analysiert werden unter anderem Trend, Änderungsrate, Abweichung, Beschleunigung und Gradienten-Kontinuität. Damit liegt der Schwerpunkt nicht allein auf einem Temperaturwert, sondern auf auffälligem thermischem Verhalten.

DAS, DTS und DTGS im Überblick

Messprinzip

So funktioniert die Technologie

Vom optischen Signal bis zur nutzbaren Information in vier Schritten. Details wie Pulsfolge, Auflösung, Mittelung und Auswertealgorithmus hängen von System und Projekt ab.

  1. Temperaturdaten gewinnen

    Lichtimpulse und Raman-Rückstreuung liefern ortsbezogene thermische Informationen.

  2. Verlauf bilden

    Messwerte werden über Zeit und entlang der Strecke als thermisches Profil betrachtet.

  3. Muster analysieren

    Trend, Rate, Gradient, Beschleunigung und Abweichung vom erwarteten Verlauf werden ausgewertet.

  4. Auffälligkeit einordnen

    Relevante Abweichungen können lokalisiert und für projektbezogene Warn- oder Instandhaltungsprozesse bereitgestellt werden.

Saubere Trennung

Was erkennt das System?

Messgröße, Analyseergebnis und Anwendung sind nicht dasselbe. Welche Ereignisse belastbar erkannt oder klassifiziert werden, muss für Faser, Einbauort und Umgebung validiert werden.

Datengrundlage

  • Ortsaufgelöste Temperaturinformationen
  • Räumliche Temperaturverläufe
  • Zeitreihen entlang der Sensorstrecke

Analysierte Größen

  • Thermischer Trend und Änderungsrate
  • Räumliche Gradienten
  • Beschleunigung einer Temperaturentwicklung
  • Abweichung vom normalen Verlauf

Mögliche Hinweise

  • Lokale thermische Belastung
  • Verändertes Verhalten an Kabeln oder Verbindungen
  • Reibungsbedingte Erwärmungsmuster
  • Thermische Störung im Pipeline- oder Speicherumfeld
DTGS-Übersicht zu Frühalarm, Trendlogik, lokaler Analyse, Alarmfilterung und vertiefter Auswertung
Herstellerdarstellung zur fachlichen Einordnung; konkrete Erkennungs- und Alarmfunktionen sind modell- und projektabhängig.

Anwendungen

Typische Einsatzbereiche

Energiekabel & Verbindungen

Ungewöhnliche thermische Entwicklungen und lokale Abweichungen entlang elektrischer Assets untersuchen.

Pipeline- & Leckageumfeld

Lokale Verschiebungen des thermischen Gleichgewichts als projektspezifischen Hinweis bewerten.

Batteriespeicher

Der Hersteller nennt thermische Instabilität und Kurvenbeschleunigung bei Lithium-Ionen-Speichern als Szenario; Eignung und Schutzkonzept sind separat zu prüfen.

Förderanlagen

Subtile, reibungsbedingte Temperaturmuster in mechanisch beanspruchten Systemen beobachten.

Zustandsorientierte Überwachung

Thermische Zeit- und Ortsmuster als zusätzliche Datenbasis für Wartungsentscheidungen nutzen.

Industrielle Infrastruktur

Abweichungen von einem bekannten Normalverlauf lokalisieren und mit Prozessdaten korrelieren.

Auswahlhilfe

FOTAS DAS, DTS oder DTGS – was ist der Unterschied?

TechnologieErfasst / analysiertTypische FragestellungGeeignete Anwendungen
DASVibrationen und akustisch geprägte mechanische EinwirkungenWas ist wo passiert?Perimeter, Zaun, Grabung, Trassen
DTSKonkrete Temperaturwerte und TemperaturprofileWie warm ist es an dieser Position?Wärme-, Brand-, Kabel- und Anlagenmonitoring
DTGS – diese SeiteThermische Trends, Raten, Gradienten und AbweichungenWie verändert sich das thermische Verhalten über Zeit und Strecke?Thermische Zustands- und Trendüberwachung

Die Tabelle dient der Orientierung. Eine Kombination aus akustischer und thermischer Sensorik kann sinnvoll sein; sie ersetzt keine Projektprüfung.

Technische Einordnung

Vorteile der Technologie

Zeit und Ort gemeinsam

DTGS betrachtet Temperaturdaten nicht isoliert, sondern als räumlich-zeitlichen Verlauf.

Abweichungen statt nur Schwellen

Auffällige Kurven, Raten oder Gradienten können Hinweise liefern, bevor ein fixer Grenzwert erreicht wird; dies ist keine Erfolgsgarantie.

Lokale Einordnung

Thermische Veränderungen können ihrer Position entlang der Sensorfaser zugeordnet werden.

Analytische Ergänzung

Die Auswertung kann absolute Temperaturalarme um Trend- und Zustandsinformationen ergänzen.

Passive Messstrecke

Die faseroptische Sensorstrecke benötigt keine einzelnen elektrisch versorgten Messstellen entlang der Anlage.

Projektbezogene Warnlogik

Normalverhalten, Schwellen, Änderungsraten und Reaktionsprozesse lassen sich nur anwendungsbezogen sinnvoll festlegen.

Aktuelles Sortiment

Welche FOTAS-Produkte finden Sie in dieser Kategorie?

Aktuell sind vier DTGS-Varianten gelistet: Systeme mit 30 km oder 50 km Reichweite, jeweils als Single Channel (SCH) und Dual Channel (DCH). Für die Auswahl sind neben Reichweite und Kanalzahl insbesondere Sensorstrecke, thermische Kopplung, gewünschte Warnlogik und Systemintegration relevant.

Beispielhafte Modelle: FOTAS DTGS 30 km SCH · FOTAS DTGS 50 km DCH


Projektberatung

Welche Lösung passt zu Ihrem Projekt?

Für eine belastbare Vorauswahl sollten Anwendung, Strecke, Sensorfaser, Einbauort und Alarmprozess gemeinsam betrachtet werden.

Technische Fragen

  • Welche Strecke, Fläche oder Anlage soll überwacht werden?
  • Welche Ereignisse oder Veränderungen sind relevant?
  • Ist geeignete Glasfaser vorhanden und frei verfügbar?
  • Welche Reichweite und räumliche Auflösung werden benötigt?

Betrieb und Integration

  • Welche Alarmierungs- und Reaktionsprozesse bestehen?
  • Soll SCADA, IoT, Sicherheits- oder Leittechnik angebunden werden?
  • Ist die Kombination akustischer und thermischer Überwachung sinnvoll?
  • Welche Umgebungs- und Zulassungsanforderungen gelten?

Faseroptisches Monitoring für kritische Infrastruktur

FAQ

Häufige Fragen zu DTGS

Wofür steht DTGS?

DTGS steht bei FOTAS für Distributed Thermal Gradient Sensing. Die Technologie analysiert räumliche und zeitliche Temperaturverläufe, Änderungsraten, Gradienten und Abweichungen entlang einer faseroptischen Sensorstrecke.

Ist DTGS dasselbe wie DTS?

Nein. DTS liefert vor allem ortsaufgelöste Temperaturwerte. DTGS analysiert zusätzlich, wie sich Temperaturprofile, Gradienten und Änderungsraten über Zeit und Strecke entwickeln.

Kann DTGS Schäden vorhersagen?

DTGS kann auffällige thermische Entwicklungen als Hinweis bereitstellen. Ob daraus ein belastbares Ausfall- oder Schadensrisiko abgeleitet werden kann, erfordert anwendungsspezifische Referenzdaten, Regeln und Validierung.

Für welche Anlagen ist DTGS interessant?

Der Hersteller nennt unter anderem Energiekabel und Verbindungen, Fördertechnik, Lithium-Ionen-Speicher sowie petrochemische Pipelines. Die konkrete Eignung muss je Anlage geprüft werden.

Welche DTGS-Varianten sind im Shop gelistet?

Derzeit sind 30-km- und 50-km-Varianten als Ein- und Zweikanalsysteme gelistet. Reichweite und Kanalzahl sind produktspezifische Angaben.

Welche Daten sind für ein DTGS-Projekt wichtig?

Neben Strecke, Faser und Einbauort werden Normalverhalten, Prozesszustände, relevante Änderungsraten, gewünschte Warnvorläufe, Fehlalarmtoleranz und Systemanbindung benötigt.