Messkabel & Vorlauffasern

Für die Installation, Abnahme und Wartung von Glasfasernetzen benötigen Sie Messzubehör, das zu Ihrer Strecke und Ihrem Messgerät passt. Hier finden Sie OTDR-Vorlauffasern und Vorlauffaserboxen für Singlemode- und Multimode-Anwendungen – mit unterschiedlichen Faserlängen und Steckerkombinationen.

Wählen Sie Ihre Ausführung nach Fasertyp, benötigter Länge sowie den Anschlüssen am OTDR und an der Messstrecke. Sie sind unsicher, welche Variante zu Ihrem Messaufbau passt? Wir unterstützen Sie bei der Auswahl.

Vorlauffasern auswählen und vergleichen

Messkabel und Vorlauffasern für professionelle LWL-Messungen

Ein LWL-Messkabel stellt grundsätzlich eine optische Verbindung im Messaufbau her. Eine OTDR-Vorlauffaser erfüllt eine zusätzliche Aufgabe: Sie stellt vor der Prüfstrecke genügend Faserlänge bereit, damit die erste Steckverbindung außerhalb der relevanten Totzone beurteilt werden kann. Für die Bestimmung ihrer Einfügedämpfung ist insbesondere die Dämpfungstotzone zu berücksichtigen.

Eine OTDR-Messung mit Vorlauffaser unterstützt die Installation, Abnahme, Wartung und Fehlersuche in professionellen Glasfasernetzen – etwa bei Netzbetreibern, in Rechenzentren und in Unternehmensnetzen. Voraussetzung für verwertbare Ergebnisse ist ein auf Faser, Anschlüsse und Messvorgaben abgestimmter Aufbau.

Welche Vorlauffaser passt zu Ihrer Anwendung?

Gleichen Sie vor der Bestellung diese sechs Merkmale mit Ihrem Messaufbau ab. Die Produktbezeichnung allein ersetzt nicht die Prüfung der technischen Angaben.

Fasertyp und Faserspezifikation

Wählen Sie passend zur Prüfstrecke Singlemode mit der geforderten Faserspezifikation oder die richtige Multimode-Kategorie. Prüfen Sie bei Multimode auch den Kerndurchmesser: OM1 mit 62,5/125 µm ist nicht mit OM2 oder OM3 mit 50/125 µm gleichzusetzen.

Faserlänge

Stimmen Sie die Länge auf das OTDR, die vorgesehene Pulsbreite und die erforderliche Ereignisbewertung ab. Berücksichtigen Sie die Herstellervorgaben für den tatsächlich verwendeten Messmodus.

Anschluss am Messgerät

Prüfen Sie Steckertyp und Schliff am verwendeten optischen OTDR-Port. Die Bezeichnung „SC“ oder „FC“ allein genügt nicht; auch die Politur der Gegenstelle muss passen.

Anschluss an der Prüfstrecke

Gleichen Sie das andere Ende unabhängig davon mit dem Streckenanschluss ab, beispielsweise am Patchpanel oder an der Anschlussbox. Geräte- und Streckenseite können unterschiedliche Steckertypen benötigen.

UPC- oder APC-Schliff

Erfassen Sie die Politur für jede Verbindung einzeln. APC benötigt ein passendes APC-Gegenstück, UPC ein passendes UPC-Gegenstück. Prüfen Sie die Kennzeichnung und die technischen Daten.

Bauform und Anschlusskabel

Unterscheiden Sie Durchgangstypen mit herausgeführten Anschlusskabeln und Adaptertypen. Prüfen Sie Anschlusskabellänge und Lieferumfang. Bei einer Adapterausführung sind gegebenenfalls zusätzliche passende Anschlusskabel einzuplanen.

Gelistete Ausführungen: Die Kategorie umfasst Singlemode G.652.D und G.657.A2 sowie Multimode OM1, OM2 und OM3. Je nach Artikel sind 150, 500, 1.000 oder 2.000 Meter, unterschiedliche SC-, LC- und FC-Steckerkombinationen sowie Durchgangs- und Adaptertypen aufgeführt.

Diese Merkmale sind nicht beliebig kombinierbar. Maßgeblich ist die konkrete Ausführung auf der jeweiligen Produktseite. Die Listung bestätigt keine sofortige Lieferbarkeit; Preis und Lieferzeit klären Sie für den ausgewählten Artikel.

Welche Länge muss eine Vorlauffaser haben?

Eine pauschal passende Mindestlänge für sämtliche OTDR-Messungen gibt es nicht. Entscheidend sind das Messgerät, die eingestellte Pulsbreite und die daraus resultierende Totzone. Nach einem stark reflektierenden Anschluss benötigt der Empfänger eine Erholungsstrecke, bevor nachfolgende Ereignisse zuverlässig ausgewertet werden können.

Die Länge der Prüfstrecke allein genügt deshalb nicht als Auswahlkriterium. Eine Vorlauffaser mit 1000 m ist nicht für jede Messung erforderlich. Umgekehrt sind 150 Meter nicht automatisch ausreichend, nur weil die Prüfstrecke kurz ist. Maßgeblich sind die Herstellervorgaben für die gewählten Messeinstellungen und die Anforderungen des Messauftrags.

Steckertyp und Schliff richtig kombinieren

Stimmen Sie beide Enden der Vorlauffaser getrennt auf ihre jeweilige Gegenstelle ab. Unterschiedliche Steckertypen an den Kabelenden können sinnvoll sein, wenn das OTDR und der Streckenanschluss verschiedene Schnittstellen besitzen.

APC- und UPC-Stecker dürfen nicht direkt miteinander gesteckt werden. Ihre unterschiedlich geschliffenen Stirnflächen passen nicht zusammen. Eine Kupplung wandelt den Schliff nicht um. Unterschiedliche Schliffe an den beiden Enden eines Kabels sind dagegen möglich, sofern jeder Anschluss mit dem passenden Gegenstück verbunden wird – etwa SC/UPC an einer SC/UPC-Gegenstelle und SC/APC am anderen Ende an einer SC/APC-Gegenstelle.

Messtechnik und Unterstützung für Ihr Glasfaserprojekt

Messung selbst durchführen

Sie planen die Messung mit eigenem Personal? Wählen Sie hier das passende Messzubehör. Ergänzende Geräte für Ihre Messaufgabe finden Sie im Bereich Messtechnik.

Glasfaser-Prüfgeräte und Messtechnik

Produktauswahl technisch klären

Faser, Länge oder Anschlüsse stehen noch nicht fest? Senden Sie die Eckdaten Ihres Messaufbaus an abatec, damit wir eine passende Ausführung mit Ihnen eingrenzen können.

Passende Ausführung anfragen

Messleistungen prüfen lassen

Sie benötigen Unterstützung bei der Durchführung im Projekt? Klären Sie mit abatec, welche Spleiß- und Messleistungen zu Ihrer Aufgabe passen. Umfang und Rahmenbedingungen werden projektbezogen abgestimmt.

Spleißarbeiten sowie Dämpfungs- und OTDR-Messungen

Häufige Fragen

Was ist eine Vorlauffaser?

Eine Vorlauffaser ist eine definierte Faserlänge zwischen OTDR und Prüfstrecke. Sie schafft den für die Bewertung des ersten Streckenanschlusses benötigten Abstand zum Messgerät. In einer Vorlauffaserbox ist diese Faser geschützt aufgewickelt.

Was ist der Unterschied zwischen Vorlauffaser und Nachlauffaser?

Die Vorlauffaser liegt vor der Prüfstrecke, die Nachlauffaser dahinter. Die Nachlauffaser ermöglicht die Bewertung der letzten Steckverbindung. Eine geeignete Faserbox kann beide Rollen erfüllen, wenn Spezifikation, Länge und Anschlüsse passen. Für beide Positionen gleichzeitig benötigen Sie zwei passende Fasern.

Kann ein kurzes LWL-Patchkabel eine Vorlauffaser ersetzen?

In der Regel nicht: Ein kurzes Patchkabel bietet nicht genügend Faserlänge zum Überbrücken der relevanten OTDR-Totzone. Passende Stecker allein machen es nicht zur geeigneten Vorlauffaser. Entscheidend sind die Anforderungen des OTDR und der Messaufgabe.

Welche Angaben benötigt abatec für eine technische Anfrage?

Hilfreich sind OTDR-Modell, Fasertyp mit genauer Spezifikation, die Anschlüsse beider Seiten inklusive UPC/APC, Streckenlänge, Messvorgaben und der Bedarf an Vorlauf- und/oder Nachlauffaser. Ergänzen Sie, soweit bekannt, Messwellenlänge und Pulsbreite.

Passende Vorlauffaser für Ihren Messaufbau finden

Teilen Sie uns Ihr OTDR-Modell, den Fasertyp und die benötigten Anschlüsse mit. Wir unterstützen Sie bei der Auswahl einer passenden Ausführung für Ihre Messaufgabe.